Seit ich mich erinnern kann, wusste ich, dass
das, was man als allgemeine Realität betrachtet, nicht vollständig ist.
Als unehelich geborenes Kind bin ich
bei meinen Grosseltern auf dem Bauernhof aufgewachsen. Mein Grossvater hat mir
mit seiner naturverbundenen Art gezeigt, dass die Anderswelt eben gar nicht so
weit weg ist, wie die meisten Menschen annehmen. Meine Überzeugung war damals,
eines Tages Indianer zu werden, da ich dachte, dies sei ein Beruf.
Mit 16 ging ich in die Bibliothek, um mir
ein Buch auszuleihen, das mir gut tut. Ich ging zielstrebig hinein und direkt auf das Buch
Schicksal als Chance von
Thorwald Detlefsen zu. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Es tat gut, zu wissen,
dass es stimmt, was mir meine
Gefühle einspielten.
Es gibt eben doch mehr zwischen Himmel und Erde, als uns die Schulweisheit lehrt.
So begann mein Weg der Suche, auf dem ich
mich noch heute befinde - mittlerweile mit vielen Geschenken in meinem Rucksack
und vom Leben einigermassen in Form geschliffen.
Es war eine angeregte Zeit und es gab damals einen einzigen Freund, der für diese
Dinge auch offen war.
Ansonsten galt ich als Exot. Sprüche wie: "Ich glaube, man muss Dich
einliefern." oder "Jetzt hast Du aber
wirklich einen Schaden," hörte ich öfters, und so habe ich bald gemerkt,
dass man über diese Themen nicht mit allen
Menschen sprechen kann. Also habe ich meine Spiritualität innerhalb eines kleinen Kreises erforscht und gelebt.
Mit 20 Jahren habe ich meinen ersten Sohn geboren, mit 22 Jahren den zweiten und
mit 24 Jahren kam noch mein jüngster Sohn zur Welt. Das Leben hat mir
gezeigt, dass es wichtig ist, die zwei Welten zu verbinden. Es ging darum, fest
im Leben zu stehen - so wie es für die meisten Menschen wahrgenommen wird - und die Spiritualität
unauffällig in
den Alltag zu integrieren, sonst konnte ich nicht glücklich werden.
