Verbundenheit
Es
gibt zwei Arten der Verbundenheit, die für uns Menschen wichtig sind: Die
Verbundenheit mit dem GROSSEN GEIST (GOTT) und die Verbundenheit mit der
Natur. Man kann es auch als Verbundenheit mit dem GROSSEN VATER und der
GROSSEN MUTTER bezeichnen. In der materialistisch geprägten Gesellschaft
läuft der moderne Mensch Gefahr, den Kontakt zu beiden ‚Eltern‘ zu
verlieren.
Wir
sind in einer intensiven, verwirrenden Zeit, mit beinahe unbegrenzten Möglichkeiten.
Wir können kaum alle die Informationen aufnehmen, die täglich auf uns
einprasseln. Dies zwingt uns, Prioritäten zu setzen.
Je
mehr der Wandel zunimmt, umso mehr ist der Einzelne aufgefordert, sich
seinem inneren Selbst zuzuwenden. Dort findet er die Antworten auf die
wesentlichen Fragen. Der Alltag streckt immer wieder seine Klauen aus, um
uns im Aussen fest zu halten und unser Augenmerk auf den Strudel der Zeit
zu richten. Es empfiehlt sich, gegen alle Widerstände, täglich oder
zumindest wöchentlich in sich selbst zu gehen, in Form von Meditation
oder eines längeren Spazierganges in der Natur.
Die
Natur verkörpert das Lebensnetz. Da ist alles miteinander verbunden,
aufeinander abgestimmt und im Fluss. In dieser Vernetzung finden wir eine
durch natürliche Anpassung entstandene Übereinstimmung und Harmonie, aus
der wir Kraft und neue Energie schöpfen können. Auch wir Menschen gehören
zu diesem Lichtnetz und sind ein Teil davon.
In
Gebäuden finden wir diese natürliche Vernetzung nicht. Hingegen
verbreitet sich dort durch den Fortschritt zunehmend eine technische
Vernetzung, der es an Übereinstimmung (Kohärenz) fehlt (z.B.
Drahtlosnetzwerke für Computer). Durch die Betriebsamkeit im Aussen wird
die natürliche Verbindung in den Hintergrund gedrängt. Fehlt der natürliche
Austausch über längere Zeit, fühlt man sich ausgelaugt, unausgeglichen
oder krank.
Bei
einem Wirbelsturm, der ganze Gegenden zerstören kann, ist es im Zentrum -
dem so genannten Auge des Tornados - ruhig und still. Vielleicht nimmt der
Tornado seine unglaubliche Kraft und Energie aus dieser Stille. Jedenfalls
können wir aus unserer Mitte
- aus der Stille in uns - ungeahnte Kraft und Energie schöpfen, um
den Alltag zu meistern. Wenn wir diesen ausgleichenden Pol zur Verfügung
haben, entscheiden und handeln wir weise. Agieren wir hingegen aus Stress
und Hektik, begehen wir törichte Fehler. Das kennt sicher jeder von sich
selbst.
Oft
ist mehr Bewusstheit über uns selbst nützlicher als mehr Information über
die äussere Welt. Wenn wir uns selbst mit unseren Wünschen, Eigenarten
und Macken besser kennen, können wir in kritischen Situationen in uns
gehen und versuchen, eine überpersönliche Sicht einzunehmen. So lassen
sich manchmal auch gegensätzliche Standpunkte integrieren.
Die
Zeit erfordert vom Einzelnen, sich selbst zu erforschen, um
sein Bewusstsein zu erweitern. Das äussere, pseudo-esoterische
Wissen, führt oft in Illusionen und dazu, sich besser oder weiter
entwickelt als andere zu wähnen. Dadurch ist nichts gewonnen. Es schafft
nur eine andere Form von Trennung. Mit mehr Bewusstsein meinen wir eine
bessere Verbundenheit des eigenen Wesens mit dem göttlichen Kern im
Innern und damit mehr Übereinstimmung im Leben ‚da draussen‘. Mit
anderen Worten: mehr Kohärenz.
Je
mehr Verbundenheit oder Liebe wir verkörpern, umso besser können wir
diese Qualität auch weitergeben. Wenn wir gut verbunden sind, leben wir
in Übereinstimmung und tun nichts, was unstimmig ist. Es geht nicht nur
um die Verkörperung im Physischen. Wir sind Wesen mit vielen weiteren
Aspekten, die allerdings im Innern zu finden sind.
In
unserer Praxistätigkeit machen wir immer wieder die Erfahrung, dass die
Verbindung mit den Sternen eine Qualität ins Leben bringt, die sich
vielschichtig positiv auswirkt. Wir Menschen sind wunderbare Wesen mit
zahlreichen unentwickelten Fähigkeiten. Wir stehen am Anfang einer
inneren Entdeckungsreise, auf der wir allmählich merken, dass wir
eigentlich in verschiedenen Wahrnehmungswelten zuhause sind und ungeahnte
Möglichkeiten haben. Die Hingabe an die grössere, kohärente
Lichtordnung des Kosmos hat offenbar die Kraft, brachliegende innere
Potentiale zu beleuchten und zu erwecken. Die lebendige Erfahrung, dass
wir nicht nur auf diesen Fleischkörper begrenzt sind, sondern in einem grösseren
kosmischen Lichtgewebe leben, löst Verstandeslimitierungen und Ängste
auf.
Hier
auf der Erde, wo es immer zwei verschiedene Seiten gibt, ist es nur möglich,
über die ganz persönliche, selbständige Bewusstseinserweiterung zu mehr
Verbundenheit zu gelangen. Wenn ich den Punkt (meinen Kern) entdecke,
erfahre ich die Ausdehnung (den Kosmos) und wenn ich die Ausdehnung
erfahre, entdecke ich meinen Kern.
